Ein Projekt für mehr Innovation in der öffentlichen Verwaltung
Das grenzüberschreitende Projekt Building Regional Innovation Ecosystems (BRIE) hat sich zum Ziel gesetzt, Innovationsprozesse in der öffentlichen Verwaltung auf regionaler und kommunaler Ebene in der slowakisch-österreichischen Grenzregion zu stärken.
BRIE setzt auf drei zentrale Innovationsimpulse:
- Innovation generieren: Mit dem Cross Border Innovation Lab werden kreative, co-designte Lösungsansätze für regionale Herausforderungen entwickelt.
- Innovation nutzen: Gemeinden erhalten praxisorientierte Beratung, um Digitalisierung zielgerichtet, strategisch und nutzer:innenzentriert anzugehen sowie Know-how im Bereich der Energiebuchhaltung.
- Innovation umsetzen: Durch die Entwicklung eines Prototyps eines digitalen Zwillings werden zukunftsweisende technologische Lösungen für die öffentliche Verwaltung erprobt.
Das Projekt vereint Universitäten, öffentliche Institutionen, Regionalentwicklungsagenturen, Forschungs- und Innovationseinrichtungen und lokale und regionale öffentliche Verwaltungen aus der Slowakei und Österreich und fördert den Austausch von Wissen, Methoden und Best Practices im Bereich der digitalen Transformation.
BRIE leistet einen aktiven Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung und zur Stärkung von Innovationskapazitäten in ländlichen und grenznahen Regionen.
Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Programms Interreg VI-A Slowakei – Österreich kofinanziert.
Projekt „BRIE“ stärkt burgenländische Gemeinden bei Digitalisierung und beim Energiesparen
Eisenstadt/Berg am 11. Februar 2026 – Mit dem grenzüberschreitenden Projekt „BRIE“ (Building Regional Innovation Ecosystems) setzen Partner aus Österreich und der Slowakei einen langfristigen Impuls für die digitale Zukunft der teilnehmenden Gemeinden. Auch burgenländische Gemeinden aus dem Bezirk Neusiedl am See nehmen seit dem Projektstart im Jahr 2025 am Projekt teil. Ziel ist es, die Verwaltungsarbeit in den Gemeinden effizienter zu gestalten, digitale Chancen aktiv zu nutzen und auch Energiesparpotentiale sichtbar zu machen.
Im Zentrum des Projekts steht eine Digitalisierungsberatung für Gemeinden, die von der ersten Orientierung über die Entwicklung einer Strategie bis hin zur Umsetzung konkreter Projekte reicht. Damit sollen Verwaltungsabläufe vereinfacht und Gemeinden spürbar entlastet werden.
Ergänzend dazu wird im Burgenland eine digitale Energiebuchhaltung aufgebaut, um Energieverbräuche systematisch zu erfassen und Einsparpotenziale sichtbar zu machen. Gleichzeitig profitieren Bürgerinnen und Bürger durch bessere Services, transparente Abläufe und eine zeitgemäße Kommunikation mit ihrer Gemeinde.
Wie wichtig der Austausch für eine erfolgreiche Umsetzung ist, zeigte sich zuletzt bei einem Workshopformat im Rahmen des Projekts, bei dem Gemeinden aus dem Burgenland (Edelstal, Pama, Kittsee) und aus Niederösterreich (u. a. Wolfsthal, Hainburg, Berg, Bruck/Leitha, Hundsheim, Petronell) zusammenkamen.
Im Fokus standen konkrete Fragestellungen aus dem Gemeindealltag – von digitaler Bürgerinformation über elektronische Aktenführung bis hin zu Infrastruktur, Datenschutz und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Dabei wurde deutlich, dass viele Gemeinden vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
„Digitalisierung in Gemeinden funktioniert dann gut, wenn sie praxisnah, niederschwellig und an den tatsächlichen Bedarfen ansetzt. Genau hier sehen wir den Mehrwert solcher Formate – als Raum für Austausch, Lernen voneinander und konkrete nächste Schritte. Gerade der grenzüberschreitende Austausch und die Unterstützung für Gemeinden sind aus unserer Sicht zentrale Bausteine, um Digitalisierung nachhaltig und realistisch voranzubringen,“ betonte Eveline Wilfert von der Wirtschaftsagentur Burgenland.
Projektfakten
- Projektname: BRIE – Building Regional Innovation Ecosystems
- Programm: Interreg VI-A SK-AT
- Thema: Förderung von Innovation innerhalb der öffentlichen Verwaltung auf regionaler und kommunaler Ebene
- Projektindexnummer: 404601FBH3
- Projektlaufzeit: 01.01.2025 – 31.12.2027
- Budget: Gesamt Projektbudget: 1,77 Mio. Euro, WAB Projektbudget: 242.624,48 Euro
- Leadpartner: Donau-Universität Krems
Projektpartner
- Univerzita sv. Cyrila a Metoda v Trnave (SK)
- Wirtschaftsagentur Burgenland GmbH (AT)
- Forschung Burgenland GmbH (AT)
- Slovenská technická univerzita v Bratislave – STU (SK)
- NÖ Dorf- und Stadterneuerung GmbH – DORN (AT)
- Samosprávne kraje Slovenska – SK8 (SK)
