FLAVOR Partner entdecken kulinarisches Erbe und ländliche Innovation im Komitat Hajdú Bihar
Vom 9.–11. Juni 2026 trafen sich die Partner des Interreg‑Europe‑Projekts FLAVOR zu einer dreitägigen Studienreise im ungarischen Komitat Hajdú‑Bihar. Gastgeber war die Bezirksregierung Hajdú‑Bihar, die ein vielfältiges Programm rund um regionale Lebensmittelkultur, Agrarinnovation und nachhaltigen Tourismus gestaltete.
Entdeckungen rund um regionale Lebensmittelkultur
Der Auftakt führte die Gruppe in den Derecske Adventure Garden, einen familiengeführten Agrartourismusbetrieb rund um den Apfelanbau. Eine kreative Fahrt durch die Obstgärten, Einblicke in Verarbeitung und Direktvermarktung sowie ein regionales Mittagessen zeigten, wie kurze Wertschöpfungsketten und Erlebnisangebote erfolgreich kombiniert werden können.
Anschließend besuchten die Partner Heit Horseradish und einen traditionellen Weinkeller in Bihardiószeg (Rumänien). Verkostungen und Gespräche machten deutlich, wie stark Produkte wie Meerrettich und Wein mit regionaler Identität, Familienbetrieben und touristischen Angeboten verknüpft sind.
Innovation und Nachhaltigkeit erleben
An der Universität Debrecen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Forschung, Produktentwicklung und Wissensaustausch im Bereich Lebensmittel und Landwirtschaft. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Szender Garden in Ebes – ein Permakulturhof, der nachhaltige Produktion, Biodiversität, Gastronomie und Bildungsangebote zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell verbindet.
Kulturerbe im Hortobágy
Ein Höhepunkt war der Ausflug in den Nationalpark Hortobágy, wo traditionelle Weidewirtschaft, Landschaftsschutz und regionale Gastronomie eng miteinander verwoben sind. Trotz dramatischer Wetterkulisse boten Pferdeshow, Hirtenkultur und lokale Spezialitäten ein eindrucksvolles Erlebnis.
Austausch guter Praxis
Zum Abschluss diskutierten die Partner in Workshops über Herausforderungen und Chancen für regionale Lebensmittelinitiativen – von finanzieller Tragfähigkeit über Jugendbeteiligung bis hin zu Vermarktung und Kooperationen zwischen Produzenten, Tourismus und Verwaltung.
Fazit: Die Studienreise zeigte eindrucksvoll, wie Lebensmittelkultur als Motor für nachhaltige Regionalentwicklung wirken kann. Die gewonnenen Erkenntnisse und Beispiele aus Hajdú‑Bihar liefern wertvolle Impulse für die weitere Arbeit der FLAVOR‑Partner und die Stärkung regionaler Lebensmittelökosysteme in ganz Europa.